Herz-Gebet – Weg ganzheitlichen Heilwerdens

Mit dem Begriff Herz meint die christliche Tradition nicht die „Pumpe in der Brust“ sondern die personale Mitte des Menschen, wo Denken, Fühlen und Handeln eine Einheit haben. Weil der Mensch aber Geist in Leib ist, lässt sich diese Herzmitte sehr wohl leiblich verorten: sie liegt an einer Stelle am Ende des Brustbeins oberhalb des Schwertfortsatzes, wofür die lateinische Tradition ein wunderbares Wort gefunden hat: in fossula animae – im Seelengrübchen.

Das Anleitung zum Herzensgebet kennt verschiedene Leibübungen, um diese Herzmitte zu öffnen und sich in ihr zu sammeln.

Im Mittelpunkt des Herz-Gebetes steht aber die stille Rezitation des heiligen Namens Jesus, die jedem suchenden Menschen offen steht:

  • Menschen, die sich nicht dem Christentum zugehörig fühlen, können sich auf den Wortsinn des griechisch-hebräischen Wortes stützen, der übersetzt bedeutet: „Gott ist heilend da!“
  • Christen bekennen darüber hinaus Jesus von Nazareth als den Sohn Gottes.

Lernen Sie in der ’Schola cordis’ die westliche Form des mittelalterlichen Herz-Gebetes kennen, wie sie im Orden der Zisterzienser, beim Dominikaner Heinrich Seuse und vor allem bei dem englischen Eremiten Richard Rolle überliefert wurde.